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Fachkongress zum Thema "Antiziganismus entgegenwirken! Aber: Wie?"

Antiziganismus entgegenwirken! Aber: Wie?
Respekt leben – Stigma beheben

Freitag, 18. November 2016, 09:30 Uhr - 18.00 Uhr
Samstag, 19. November 2016, 09.00 Uhr - 17.30 Uhr
Hotel Tulip Inn Düsseldorf Arena, Arena-Str. 3, 40474 Düsseldorf

Auf dieser zweitägigen Veranstaltung werden stereotype Bilder und der Rassismus gegenüber Sinti und Roma thematisiert sowie Interventionsmöglichkeiten in verschiedenen Lebensbereichen diskutiert. Komplettiert wird die Veranstaltung durch Filme und Workshops z.B. zum Thema Anti-Antiziganismustraining. Ziel ist es, ein kritisches Bewusstsein für die Webmuster sozialer Ungleichheit zu vermitteln und zu sozialer Veränderung anzuregen.

Mehrheitsgesellschaftliche, stereotype Sichtweisen auf Sinti und Roma haben sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem negativen „Zigeuner“-Bild verdichtet. Dieses Phänomen, dessen Ursachen und Auswirkungen in den letzten Jahren unter dem Begriff „Antiziganismus“ analy-siert werden, wollen wir in seiner historischen und aktuellen Dimension diskutieren. Dabei geht es zum einen um die Praktiken von Stigmatisierung und Ausgrenzung, die Angehörige der Minderheit von gesellschaftlicher Teilhabe ausschließen. Zum anderen gilt es jedoch, auf die Ursprünge des Antiziganismus aufmerksam zu machen, die in mehrheitsgesellschaftlichen Selbstverortungen zu suchen sind. Denn die Stereotype haben mit der Herausbildung von Normen und Werten der „Mehrheitsgesellschaft“ zu tun und nichts mit den Lebensrealitäten der sozial und kulturell heterogenen Roma, Sinti oder anderen als „Zigeuner“ stigmatisierten Gruppen oder Einzelpersonen.

  • Welche Vorurteile gibt es und woher kommen sie?
  • Wo lassen sich im Alltag antiziganistische Praktiken feststellen?
  • Wie begegnet man ihnen?
  • Was kann politische Bildung tun, um Ressentiments aufzubrechen?

Um solche und andere Fragen zu diskutieren, bietet die Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Integrationsagentur – Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit beim Anti-Rassismus Informations-Centrum (ARIC-NRW e.V.), dem Integrationsministerium, der Interkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma in Nordrhein-Westfalen (Terno Drom e.V.), dem Landesverband der Sinti und Roma NRW, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und dem Schulministerium diese Veranstaltung im Rahmen der Woche des Respekts 2016 an.

Anmeldung unter:  http://www.mohrevents.de/az16/
Es besteht die Möglichkeit, sich für beide Tage oder nur für einen der beiden Tage anzumelden.
Für die Teilnahme wird pro Tag eine Gebühr von 10 Euro erhoben.
Übernachtungsgäste zahlen eine zusätzliche Gebühr von 50 Euro.

Anmeldeinformationen, das detaillierte Programm, Referentinnen/Referenten und den Flyer zur Veranstaltung finden Sie in Kürze unter www.politische-bildung.nrw.de.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Sichern Sie sich schon jetzt Ihre Teilnahme.

Veranstalter:
Landeszentrale für politische Bildung, NRW
im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend,
Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Haroldstraße 4, 40213 Düsseldorf
www.politische-bildung.nrw.de

"Kein Raum für Rechts" - Eine interaktive Webseite

Das Projekt „Kein Raum für Rechts“ gibt dir Einblick in eine Welt, die normalerweise im Verborgen bleibt: Das Zimmer eines jungen Neonazis. Wir haben 20 Qua­dratmeter mit echten Nazi-Fanartikeln eingerichtet: Hakenkreuzfahne, Rechts­rock-CDs, Klamotten, Fahnen, Buttons, Bücher... alles Originale. Denn die Gegen­stände, die du im Raum siehst, gab es so bei rechts­extremen Händlern zu kaufen. Wir haben sie für das Projekt zum Teil von Aus­steigern bekommen, die der Szene den Rücken gekehrt haben. Einiges haben uns antifaschistische Archive zur Verfügung gestellt, die sie zur Aufklärungs­arbeit einsetzen. Die Waffen im Zimmer sind natürlich nicht echt, aber Teil der Realität: Denn die Neo­nazi-Szene ist bewaffnet.

Um das Neonazi-Zimmer möglichst realitätsnah ein­zurichten, haben wir Infor­mationen über polizeiliche Hausdurch­suchungen bei Neonazis zusammengetragen. Wie sahen die Räume aus? Vorbild waren auch die Jugendzimmer des NSU-Terrornetzwerkes, die für rassistische Morde, Spreng­stoffanschläge und Überfälle verantwortlich sind. Wie lebten sie privat? 

Seit Jahren dokumentiert unser Team Neonazi-Demons­trationen; beobachtet gehei­me Treffen und spricht mit Neonazi-Aussteigern. Für das Projekt haben wir zudem ExpertInnen befragt, welche Kleidungsmarken heute bei Nationalisten beliebt sind. Daraus ist die interaktive und multi­mediale Internetseite: „Kein Raum für Rechts“ entstanden. Hier kannst du selbst Fragen zum Thema stellen, Fotos und Filme anschauen, in rechte Musik reinhören und weiterführ­ende Texte lesen.

Mit unserem interaktiven Projekt wollen wir die größte Zielgruppe der Neonazis an­sprechen: Junge Menschen. „Kein Raum für Rechts“ will über die Gefahren der extrem rechten Bewegung aufklären. Nur wer Neonazis erkennt, ihre Strukturen und Strate­gien durchblickt, kann auch etwas gegen sie tun. In diesem Sinne: Kein Raum für Rechts!

„Kein Raum für Rechts“ ist ein Projekt im Auftrag der Ar­beitsstelle Rechtsextremis­mus und Gewalt sowie des Zentrums demokratische Bildung. Redaktion und Recherche führte die renom­mierte Buchautorin und Journalistin Andrea Röpke. Für die Gestaltung und technische Umsetzung war die interaktiv-Agentur Kubik­foto Studios zuständig. Für die Foto- und Filmp­roduktion und Projektleitung war die Filmproduktionsfirma BAFF verantwortlich.

Webseite: http://www.kein-raum-fuer-rechts.de/

Zwei neue Handreichungen veröffentlicht:

„Wohlfahrt offen für alle?!“ und „Starke Gemeinschaft! Starke Werte?!“

Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln hat im Rahmen der Mobilen Beratung zwei neue Handreichungen für die Bereiche Wohlfahrt und Feuerwehr zur Auseinandersetzung mit Rassismus, Diskriminierung und der extremen Rechten veröffentlicht:

  • „Wohlfahrt offen für alle?!" Eine Handreichung zur Auseinandersetzung mit Rassismus, Diskriminierung und der extremen Rechten im Freiwilligendienst“
    Nähere Infos hier

  • „Starke Gemeinschaft! Starke Werte?!“ Eine Handreichung für Jugend- und Freiwillige Feuerwehr zur Auseinandersetzung mit der extremen Rechten und Rassismus“
    Nähere Infos hier

Die Handreichungen sind kostenfrei erhältlich und können unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. angefordert werden.