Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

SAVE THE DATE: Workshoptagung: Von Stimmungsmache und Übergriffen – Facetten rechter Gewalt

Workshoptagung:
Von Stimmungsmache und Übergriffen – Facetten rechter Gewalt

Wann: Freitag, 06. Oktober 2017 von 14:00 bis 18:30 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir, die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus NRW laden wieder Akteur_innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Initiativen und Bildungseinrichtungen zu der diesjährigen Workshoptagung "Von Stimmungsmache und Übergriffen – Facetten rechter Gewalt." ein.
Die Workshoptagung soll dazu beitragen, für die unterschiedlichsten Formen von Gewalt und die Auswirkungen auf die Betroffenen zu sensibilisieren. Sie soll aber auch und vor allem ein Forum bieten, Ideen auszutauschen, das Engagement vor Ort sichtbar zu machen und sich zu vernetzen. Hierzu möchten wir herzlich einladen. Neben Fachvorträgen wird es wieder Workshopangebote und Platz für Vernetzung und Austausch geben.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie und ihr als PDF unten im Anhang. Das Tagungsprogramm und weitere Informationen zur Anmeldung folgen in Kürze!

Zur weiteren Information: Es werden dieses Jahr zum ersten mal zwei Bündnistagungen stattfinden. Dies soll die Anfahrt und Teilnahme für Interessierte erleichtern. Die zweite Veranstaltung wird voraussichtlich am 13.10.2017 in Hamm stattfinden. Genauere Informationen sowie ein "Save the date" folgen auch in kürze.

Anhänge:
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Haus für Erinnern und Demokratie

Das NS-Dokumentationszentrum Köln wird zum "Haus für Erinnern und Demokratie"

Großartige Entscheidung!
Um 17:51 Uhr hat der Rat auf seiner heutigen Sitzung für die Erweiterung des NS-Dokumentationszentrums im EL-DE-Haus gestimmt. Direktor Dr. Werner Jung sagt: „Danke an den Rat. Glückliches NS-DOK!“ Durch die Anmietung der beiden oberen Etagen im EL-DE-Haus kann das NS-DOK nun mit dem Konzept eines „Hauses für Erinnern und Demokratie“ ein modernes Angebot zur Demokratieförderung entwickeln und die pädagogische Arbeit sowie die Bildungsangebote ausbauen.

Hier der Wortlaut aus Begründung des Ratsantrags:
"1. Das NS-DOK als alleiniger Nutzer des EL-DE-Hauses als Schlussstein einer geschichtlichen Entwicklung
Das NS-Dokumentationszentrum hat in den letzten Jahren eine weit über die Grenzen Kölns hinaus anerkannte positive Entwicklung nehmen können. Stark gestiegene Besucherzahlen und die hohe Zahl von über 2.200 geführten Gruppen haben jedoch erhebliche räumliche Engpässe zur Folge. Um die pädagogische Arbeit und die Bildungsangebote zu stärken und das Konzept eines „Hauses für Erinnern und Demokratie“ umzusetzen, benötigt das NS-Dokumentationszentrum die beiden oberen Etagen im EL-DE-Haus, die derzeit noch vom Rechtsamt und dem Örtlichen Personalrat für das Dezernat Kunst und Kultur genutzt werden. Dass das ehemalige Gestapogebäude dem NS-DOK vollständig für seine Zwecke zur Verfügung gestellt wird, kann als ein logischer Endpunkt und als ein Schlussstein einer langen Geschichte des EL-DE-Hauses nach dem Ende Gestapozeit angesehen werden. In das ehemalige Gestapohaus zogen nach dem Krieg städtische Dienststellen ein. Ausgerechnet dort, wo die Gestapo ihre Opfer verhört und malträtiert hatte, wurden Jahre lang das Standesamt und die Rentenstelle untergebracht. Bereits in den letzten Jahren hat das NS-Dokumentationszentrum sich im EL-DE-Haus vergrößern können, nunmehr soll es zukünftig das EL-DE-Haus komplett nutzen. Das 1934/35 errichtete Gebäude erhielt nach den Initialen seines Bau-herrn Leopold Dahmen den Namen EL-DE-Haus und befindet sich nach wie vor im Privatbesitz der Familie Dahmen.

Rechtspopulismus in der Bildungs- und Sozialarbeit

Fachtagung am 12. Juli 2017 - 9.30 -16.00 Uhr, Dietrich Keuning Haus in Dortmund

In den letzten Jahren ist eine deutliche Verschiebung des politischen Klimas in Deutschland und Europa nach rechts zu beobachten. Antidemokratische und rassistische Argumentationen werden von Menschen immer öfter aufgegriffen, um mittels von »Sündenböcken« vermeintlich Schuldige für gesellschaftliche Probleme zu konstruieren. Auch in Veranstaltungen von Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege werden rechtspopulistisch und fremdenfeindliche Positionen von TeilnehmerInnen geäußert, bzw. vertreten. Sowohl die Einrichtungen selbst, als auch MitarbeiterInnen und ReferentInnen stehen vor der Herausforderung, wie man in geeigneter Weise auf diese Tendenz reagieren kann. Dies gilt für die Bereiche Fort- und Weiterbildung, Ausbildung, Familienbildung und auch für angrenzende Arbeitsbereiche der sozialen Arbeit. Auf der Tagung werden bereits vorhandene Erfahrungen vorgestellt. Gemeinsam wollen wir mögliche Strategien und Konzepte diskutieren und weiterentwickeln.

Wie kann diesem Phänomen präventiv begegnet werden, welche Handlungsansätze haben sich bewährt und welche Rolle spielt Bildung in diesem Zusammenhang? Nicht zuletzt wollen wir auch diskutieren, in welcher Form die Träger und Einrichtungen der FW selbst zum Thema Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus u.a. aktiv werden können. Eng damit verbunden ist die Frage, wie die FW die eigene Wertebindung auch in Bildungsveranstaltungen darstellen und vertreten kann.

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