Über uns

CoverDownload der Broschüre s.u.Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW (Flyer)

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus ist ein bundesweites Programm zur Stärkung der demokratischen Kräfte in Regionen und Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagement vor Ort durch Beratung von Experten aus dem Themenfeld Rechtsextremismus. Als Konzept besteht die Mobile Beratung schon seit mehr als zehn Jahren. In NRW wurde das Projekt erst Ende 2008 unter der Regie der Landeszentrale für politische Bildung angenommen.

In NRW existieren fünf Mobile Beratungsteams, die jeweils für fünf Regierungsbezirke (Düsseldorf, Köln, Arnsberg, Münster, Detmold) verantwortlich sind, die Koordination auf der Landesebene wird von der Landeskoordinierungsstelle übernommen.

Mobile Beratung leistet Hilfe zur Selbsthilfe und versucht, die vor Ort vorhandenen Ressourcen zu aktivieren und zu vernetzen, um langfristige Wirkungen gegen rechtsextreme Einstellungen und Handlungen zu ermöglichen.
Desweiteren analysieren und dokumentieren wir fortlaufend rechtsextremistische Vorkommnisse und Strukturen in Regierungsbezirken und sensibilisieren hinsichtlich der problematischen Entwicklung – explizit auch in der sogenannten “Mitte der Gesellschaft” – rechtsextremistischer Einstellungen in der Region, aber auch in NRW und bundesweit.

Grundlagen

Mobile Beratung ist ein seit mehr als zehn Jahren (weiter-)entwickeltes Konzept, das in einer sehr heterogenen Struktur von Trägern in den 16 Bundesländern sehr unterschiedliche ausgestaltet wird. In der Zusammenarbeit dieser pluralen Szene wurden allerdings verschiedene Methoden und Standards im Rahmen der Professionalisierung des Arbeitsfeldes entwickelt:

Unser Angebot richtet sich auf:

  • Engagierte Einzelpersonen
  • Lokale und regionale Initiativen, Bürgerbündnisse und Runde Tische
  • (Potentiell) von rechtsextremer Gewalt betroffene Einzelpersonen und Gruppen
  • Migrantenselbstorganisationen und Ausländerbeiräte
  • Vereine
  • Verbände, Gewerkschaften, Parteien und Jugendorganisationen
  • Kirche und Kirchengemeinden
  • Gremien und Multiplikator/innen aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kultur, Schule
  • Kommunalpolitische Akteure und Verantwortungsträger/innen, Verwaltung, Polizei

Aus den Erfahrungen, die in letzten Jahren gesammelt wurden, können einige Beispiele für Beratungssituationen vorgestellt werden:

  • Eine Jugendclique versucht, andere Jugendliche in der Schule oder im Jugendzentrum durch rechte Sprüche einzuschüchtern.
  • Rechtsextreme Akteure bemühen sich, in einer Kommune eine Immobilie zu erwerben.
  • Friedhöfe und Gedenkstätten werden geschändet und mit rechten Parolen beschmiert.
  • Rechte Gruppierungen melden in einer Kommune Demonstrationen an.
  • Im Stadtviertel oder im Dorf tauchen immer wieder rechte Aufkleber, Plakate und Schmierereien auf.
  • Rechte Gruppierungen verteilen Flugblätter und sprechen gezielt Jugendliche an.
  • Vor Schulen werden CDs mit rechter Musik und/oder Schülerzeitungen mit rechtem Hintergrund verteilt.
  • In einer Kommune entstehen „Angstzonen”, es kommt immer wieder zur Gewalt gegenüber Menschen, die nicht in das Weltbild der Rechtsextremisten passen.
  • Eine rechte Gruppe tritt im Rat einer Stadt auf und nutzt diesen als Bühne.

Broschüre: Berichte von unterwegs